Osterkerzen

Die Osterkerzen sind die größten Kerzen, die in der kirchlichen Liturgie Verwendung finden und man sieht sie das ganze Jahr über in der Nähe des Altars stehen. Entzündet werden sie allerdings nur in der Osterzeit und zu besonderen Anlässen. Nur von Karsamstag bis Pfingsten finden sie laufend Verwendung, wobei sie früher in dieser Zeit ununterbrochen brannten und heute nach jeder Feier wieder gelöscht werden.

Mit der Auferstehung beginnt die Zeit des Lichts

Am Karfreitag werden in den Kirchen die Kerzen gelöscht um damit Jesus Tod zu symbolisieren. Erst in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag werden das Osterfeuer und auch die Osterkerze entzündet, denn mit der Auferstehung von Jesus Christus beginnt die Zeit des Lichts. Die Kerze wird am gesegneten Osterfeuer entzündet und dann wird das Licht feierlich in die Kirche getragen. Dort wird sie in den Osterleuchter gestellt und die Gläubigen dürfen ihre Kerzen an der Osterkerze entzünden. Sie bekunden damit, dass Jesus der Ursprung des Lebens ist und früher brannte die Osterkerze dann fünfzig Tage lang am Stück, doch das wird heute nicht mehr praktiziert. Inzwischen wird die Osterkerze nur mehr zu den religiösen Feiern und Messen bis Pfingsten regelmäßig entzündet. Danach brennt sie vor allem bei Taufen, damit an ihr die Taufkerze angezündet werden kann und eine neue Osterkerze wird dann erst in der nächsten Osternacht geweiht und entzündet. Mehr Informationen zu den Osterkerzen und ihrer Herstellung und Verwendung finden Sie auf www.osterkerzen.de.

Die traditionellen Verzierungen der Osterkerzen

Das Kreuz, Alpha und Omega und auch die fünf Wachsnägel gehören zu den traditionellen Verzierungen von Osterkerzen. Die Jahreszahl und weitere Symbole werden heute ebenfalls genutzt und so kann ein Baum oder ein Lamm die Osterkerze zieren, aber auch eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist abgebildet sein. Die Kerze an sich ist dabei immer weiß und soll Hoffnung und Erlösung symbolisieren, während die Verzierungen meist in Rot, Gold und Grün gehalten sind. Als Material für Osterkerzen dient normalerweise reines Bienenwachs, das vorher gebleicht wurde. Die Kerzen werden nach klassischer Weise gezogen und dafür immer wieder ins flüssige Wachs getaucht und zum Abkühlen aufgehängt. In der Regel sind die Osterkerzen in den Kirchen etwa einen Meter hoch und obwohl inzwischen auch Paraffin und Stearin zur Herstellung genutzt werden, weil Bienenwachs sehr teuer ist, kosten die Osterkerzen durch ihre Verzierung noch immer viel Geld. Schließlich werden die verschiedenen Symbole sorgsam mit der Hand ausgeschnitten, modelliert und aufgetragen.

Bildquelle: GFreihalter; CC

 

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